Geschichte
Hofgut Friedelhausen
Gärtnerei

Das Hofgut Friedelhausen ist ein denkmalgeschütztes ritterliches Anwesen, das im Jahre 1564 von Friedrich von Rolshausen begründet wurde. Es liegt an der Lahn zwischen den Universitätsstädten Marburg und Gießen. Es ist heute Eigentum der Familie von Schwerin in Londorf. Im Jahre 1982 wurde das Hofgut von der "Hofgemeinschaft für heilende Arbeit e.V." gepachtet. Bis zu diesem Zeitpunkt war der größte Teil der Wohn- und Wirtschaftsgebäude jahrelang ungenutzt und entsprechend verfallen. Die einstige Pracht der Anlage war kaum noch zu erahnen.
Den Initiatoren des Projektes schien dieser Ort jedoch geeignet, um hier die Idee einer sozialtherapeutischen Gemeinschaft zu verwirklichen. Gemäß den Zielen des Vereins sollte sich die Lebens- und Arbeitsgemeinschaft auf der Grundlage der Anthroposophie Rudolf Steiners entwickeln und insbesondere die der biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise eigenen Grundsätze des Landschaftsschutzes und der Pflege der Bodenfruchtbarkeit verwirklichen. Die lange landwirtschaftliche Tradition in Friedelhausen bildet heute die Grundlage des facettenreichen Arbeitslebens.
Mit der Gründung der Hofgemeinschaft wurde die Ausrichtung des Betriebes um die soziale Arbeit erweitert. Auf dem Hofgut Friedelhausen wird heute die soziale Arbeit mit ökologischer Produktion und Handwerk verbunden. Menschen mit geminderter Leistungsfähigkeit können in diesem Rahmen ihren Fähigkeiten gemäß am Arbeitsleben teilhaben.
Der Trägerverein "Hofgemeinschaft für heilende Arbeit e.V." stellt den rechtlichen Rahmen dar, in dem sich ein intaktes, soziales Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung entwickeln kann.