Neuigkeiten
Der neue Friedelhäuser Brief

Lesen Sie hier den Friedelhäuser Brief 2011.

 
10 Jahre "Bauernhof als Klassenzimmer"

Hofgut Friedelhausen - 10 Jahre "Bauernhof als Klassenzimmer"

Am 18. August nahmen Vertreterinnen des Hofgutes Friedelhausen an der Jubiläumsveranstaltung "10 Jahre Bauernhof als Klassenzimmer" in Bad Homburg teil.

Diese Initiative wurde im Jahr 2000 gegründet vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, dem Hessischen Kultusministerium und dem Hessischen Bauernverband.

Seit dieser Zeit besuchen jedes Jahr zahlreiche Kinder-und Jugendgruppen aller Alterstufen das Hofgut Friedelhausen. Die Kinder besuchen das Milchvieh, die Schweine, Hühner und Gänse sowie den großen Garten. Sie erleben die bäuerliche Arbeits- und Lebenswelt mit allen Sinnen und erhalten einen Einblick in die Herstellung vieler ihnen vertrauter Lebensmittel. Diese können Sie bei einem gemeinsamen Frühstück im Anschluß auch probieren.

Für diese wichtige Bildungsarbeit überreichte Frau Ministerin Silke Lautenschläger eine Urkunde und ein Hofschild an die Vertreterinnen aus Friedelhausen.

 
10 Jahre Partnerbetrieb "Bauernhof als Klasenzimmer"

Hofgut Friedelhausen - 10 Jahre Partnerbetrieb "Bauernhof als Klassenzimmer"

Am 18.August 2010 nahmen Vertreterinnen des Hofgutes Friedelhausen an der Jubiläumsveranstaltung "10 Jahre Bauernhof als Klassenzimmer" In Bad Homburg teil.

Seit nunmehr 10 Jahren besteht die Initiative, die vom hessischen Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, dem Hessischen Kultusministerium und dem Hessischen Bauernverband gegründet wurde.

Seit dieser Zeit bietet auch das Hofgut Friedelhausen Führungen und Aktionen rund um das Thema Bauernhof an. Zahlreiche Kinder- und Jugendgruppen aller Altersstufen besuchen jedes Jahr das Hofgut. Sie erleben die  bäuerliche Lebens- und Arbeitswelt mit allen Sinnen, besuchen das Milchvieh, die Schweine, Hühner und Gänse sowie den großen Gemüsegarten. Sie erhalten Einblick in die Herstellung vieler ihnen vertrauter Lebensmittel, die bei einem gemeinsamen Frühstück im Anschluß an die Führung auch probiert werden können.

Als Anerkennung und Dank für diese wichtige Bildungsarbeit überreichte Frau Ministerin Silke Lautenschläger eine Urkunde und ein Hofschild an die Vertreterin des Hofgutes Friedelhausen.

 

 

 
Wir suchen Verstärkung

Ab Sommer 2010 suchen wir ein Betreuerpaar für eine Familienwohngruppe mit geistig behinderten erwachsenen Menschen.

In der Hofgemeinschaft Friedelhausen leben und arbeiten Menschen mit und ohne Behinderung in Hausgemeinschaften unter dem Motto: "Sozial-Ökologisch-Regional" zusammen. Als fachliche Qualifikation benötigt einer der Partner eine (sozial-)pädagogische oder pflegerische Ausbildung. Der andere Partner arbeitet halbtags auf dem Hofgut in einem Arbeitsbereich mit.

Wir bieten eine spannende, vielseitige und anspruchsvolle Aufgabe mit Möglichkeiten der Mitwirkung und Ausgestaltung, einen sicheren Arbeitsplatz für die ganze Familie, sowie eine abgeschlossene Wohnung im Wohnbereich auf einem denkmalgeschützten Hofgut mit landwirtschaftlicher Orientierung.

Wir erwarten von den Hauseltern eine kompetente Begleitung, Förderung und Pflege für Menschen mit geistiger Behinderung. In Ihrer Arbeit werden Sie von Helfern unterstützt. Wichtig ist für uns Ihre Freude und die Bereitschaft, langfristig in einem familiären Rahmen zu leben und zu arbeiten. Dabei können Sie aktiv am sozialen und kulturellen Leben der Gemeinschaft teilnehmen.

Wenn sie Interesse haben an der gemeinsamen Arbeit, die ein hohes Maß an Eigenverantwortung, Belastbarkeit und Flexibilität benötigt, dann senden Sie bitte Ihre ausführlichen Bewerbungsunterlagen an:

Hofgemeinschaft für heilende Arbeit e.V., Hofgut Friedelhausen, 35457 Lollar, Tel 06406/91650

 
Der Einzug in den Friedelhäuser Neubau

neubau kleinWas lange währt, wird endlich gut. Mit diesem Spruch kann der Tag des Einzugs in den Friedelhäuser Neubau begonnen werden. Denn die ersten Planungen und die ersten Gespräche mit den Kostenträgern fanden schon im Jahre 2002 statt.

An der Grundidee hat sich allerdings nichts geändert. Es sollte Wohnraum für Menschen mit Behinderung geschaffen werden, die in den Friedelhäuser landwirtschaftlichen Betrieben arbeiten. Dieser Wohnraum soll so beschaffen sein, dass die Räumlichkeiten und Einrichtungen barrierefrei erreicht werden können und dass alle, auch zukünftige Hilfebedarfe, gedeckt werden können. Eine Anforderung, die in den Gebäuden des historischen Hofgutes nur eingeschränkt erfüllt wird.

Die lange Planungszeit wurde dazu genutzt, viele Aspekte des neuen Lebensortes gründlich zu durchdenken. Als Ergebnis ist ein Gebäude entstanden, das durch die U-förmige Anordnung einzelner Baukörper einen Innenhof bietet, der mit der Architektur des Hofgutes korrespondiert. Damit wird beabsichtigt, auch hier, in Laufentfernung vom Hofgut, einen Rahmen für das soziale Geschehen zu schaffen. Es war überhaupt eines der wichtigsten planerischen Ziele, eine architektonische Hülle für das Zuhause einer Hausgemeinschaft zu schaffen. Im Haus befinden sich drei abgeschlossene Apartments für jeweils drei Bewohner. Zu jedem Apartment gehören jeweils eine Küche und ein bis zwei Bäder. Jedes Apartment hat auch einen geräumigen Balkon. Die Die Verbindung zwischen den Apartments stellt ein lichtdurchfluteter Flur mit einer großzügigen Empore dar. Im Erdgeschoss befindet sich der Gemeinschaftsraum mit einem großen Esstisch, einer gemütlichen Sitzgarnitur und einem Kamin. Zu den gemeinsamen Aktivitäten der Hausgemeinschaft in diesem Raum gehört neben anderem auch das tägliche Mittagessen. Hier treffen sich alle Bewohner, die vormittags in verschiedenen landwirtschaftlichen Bereichen ihre Arbeit geleistet haben, zu einer gemeinsamen Mahlzeit.

Der Konzeption der Hofgemeinschaft entsprechend spiegelt sich auch die Organisation der Begleitung der Bewohner in der Architektur wieder. So bildet das Haus den Lebensmittelpunkt nicht nur der Menschen mit Hilfebedarf, sondern auch für die Hausverantwortlichen. Wie in den übrigen Häusern auf dem Hofgut, so soll auch in diesem neuen Haus das partnerschaftliche Miteinander der hohen Wertschätzung von Menschen mit Behinderung Rechnung tragen.

Das Haus bietet für die Bewohner neue Möglichkeiten ihre praktischen und sozialen Fähigkeiten weiter auszubauen: Verantwortung zu übernehmen, aus dem Erlebten zu lernen, die Selbständigkeit zu verbessern und dadurch das Selbstvertrauen zu festigen.

Nachdem das Haus am 01.April bezogen wurde, befinden wir uns noch in der anfänglichen Euphoriephase. Vieles Gedachte und Gewünschte muss sich erst in der nächsten Zeit im Lebensalltag bewähren. Der Anfang stimmt hoffnungfroh!

Der Bau wurde unter der Federführung des Arichitekturbüros Ruhl und Geissler(Alsfeld) errichtet, auf die ökologischen Aspekte wurde großer Wert gelegt. In die Finanzierung wurde u.a. auch die KfW mit einem zinsgünstigen ESH40/Passivhauskredit eingebunden. Das Haus, das dem Energiestandart 40 entspricht wird wahlweise mit Stückholz oder Pellets geheizt, das Warmwasser wird mit Sonnenkollektoren aufbereitet. Die Gestaltung der Außenhaut des Hauses wurde unter Berüchsichtigung des Denkmalschutzes entworfen, denn in unmittelbarer Nähe befindet sich eine alte prächtige, bis heute landwirtschaftlich genutzte Scheune. Die Strukturelemente der Scheunenfassade und auch ihre Dachneigung finden sich im neuen Gebäude wieder.

Die Apartments haben eine Größe zwischen 65 und 85 Quadratmeter, der Gemeinschaftsraum ist 50 Quadratmeter und die Therapie- und Freizeiträume 95 Quadratmeter groß. Im Haus wurde vorwiegend Holz als Konstruktions- und Gestaltungselement benutzt. Der Farbgebung wurde auch eine besondere Aufmerksamkeit gewidmet. So finden sich drei Hauptfarben( pastellgelb, taubenblau und rot-orange) nicht nur in der Fassade, sondern auch in den Türen, in dem Metallgeländer der Balkone, in den Treppenhäusern, etc.

Die Gestaltung des Außengeländes wurde ebenfalls standortgerecht ausgeführt. Zum Beispiel wurde die früher von Pferdegespannen genutzte Scheunenauffahrt in iher ursprünglichen Form erhalten. Für die Bepflanzumng wurden ausschließlich standortgerechte heimische Pflanzen gewählt.

An einem zentralen Punkt der Haupteingangsfläche wird die Hofgemeinschaft einen Lindenbaum pflanzen.

Das neue Haus ist im Zusammenhang mit den veränderten sozialen Maßstäben in der heutigen Gesellschaft zu sehen. Der inklusive Ansatz der Behindertenrechtskonvention soll hier auf der Grundlage des anthroposopischen Menschenbildes praktisch gelebt werden. Die gemeinschaftliche Form des ambulant betreuten Wohnens, die bis in die Architektur ihren Eingang gefunden hat sollte in der Zukunft ein wichtiger Baustein der Hofgemeinschaft Friedelhausen werden.